Ein weiterer von Phills Tagträumen, wie alle anderen nie zu Papier gebracht. Er ist eine Art Fortsetzung des Rätsels der seltsamen Uhren, inkonsistent, aber so sind Tagträume eben. Es ist Januar 1899, noch immer wartet er auf Kiya …
Kiya und Phill und das Geheimnis des verschollenen Schriftstellers
Aufgeschrieben und illustriert von Philipp S.
Heute trafen sie sich am Embankment, zwischen Westminster Bridge und Whitehall Gardens. Kiya wartete bereits, als er, mit schweren Taschen beladen, eintraf, doch Phill hielt für einen Moment inne und betrachtete sie. Sie stand im Schein einer Laterne, die Arme auf das Geländer gestützt, und schaute nachdenklich über den Fluss. Verglich sie ihn mit dem Amazonas? Für sein wissendes Auge zeichneten sich ihre Flügel noch immer unter dem Stoff des grünen Mantels ab – er hatte ihn schließlich doch gekauft.
„Ich weiß, dass du da bist“, sagte sie, ohne sich umzudrehen.
Vermutlich hörte sie ihn mit ihren großen, empfindlichen Ohren, obwohl sie nun unter Haaren und Hut gut versteckt waren. Erkannte sie den Rhythmus seiner Schritte, seinen Atem oder gar seinen Herzschlag? Sie hatte nur verschmitzt gelächelt, als er sie zuletzt gefragt hatte.
„Hast du alles, was wir brauchen?“ fragte sie, nun ihm zugewandt.
„Gewiß.“
„Du bist wunderbar, mein Liebster!“
Er hatte eine winzige Werkstatt in einem Hinterhof in Southwark gemietet, um die Zeitbojen unauffällig zusammenbauen zu können. Die Teile hatte Mr Cooper, angefertigt, die Zahnräder geschnitten, die Chronidium-Lager gefräst und alles gerade so weit zusammengesetzt, dass die Mechaniken noch keinen Verdacht erweckten. Sie brauchten ständig Nachschub, denn die empfindlichen Geräte gingen im Dickicht der Zeit immer wieder verloren. Nun waren es allerdings viel mehr also sonst, und das bereitete ihnen Sorgen. ‚Dass ein paar verschwinden, ist normal‘, hatte Kiya erklärt, ‚aber so viele, da stimmt etwas nicht. Und wir müssen herausfinden, was.‘
Zeitreisende, so wusste Phill längst, mussten nicht nur immer wissen, wann und wo sie sich befinden, sondern auch waworum. So bezeichnete Kiya die Frage danach, in welchem Zweig der Zeit sie sich befanden, wie die umgebenden aussahen, und worin und weshalb sich ihre Welt davon unterschied. Eigentlich brauchte das Wort mehr ws, da das wäre noch weniger auszusprechen gewesen.
Zeitbojen waren das einzige sichere Mittel, das herauszufinden, ohne sich selber in das gefährliche Labyrinth zu begeben. Wie Bojen im Meer tanzten sie auf den Wellen der Zeit, versanken für einen Augenblick in Vergangenheit oder Zukunft, und kehrten wieder an die Oberfläche der Gegenwart zurück. Die meisten kamen sofort wieder, andere aber verloren sich für eine Weile, ehe sie über zahlreiche Sprünge vor und zurück den Rückweg fanden. Einige blieben ganz verschwunden, und seit einigen Tagen waren es auffällig viele!
„Auch die Filme sind schon entwickelt“, erklärte Phill. „Da sind seltsame Bilder dabei, du musst sie dir anschauen!“ Die mit einer Uhrfeder aufgezogene, photographische Kamera war seine Idee gewesen. Mochten die neumodischen Zelluloid-Streifen auch noch immer unzulänglich für ordentliche Fotografie sein, hier wirkten sie Wunder. Ohne sie waren die Zeitbojen eigentlich zu kaum etwas nutze gewesen.
Das war nicht wirklich plausibel, aber schließlich war auch dies nur ein Tagtraum, den er ebenso wenig aufschreiben würde, wie alle anderen. Er hatte Kiya in seinen Träumen schon so oft die Stadt gezeigt, dass sie jede Sehenswürdigkeit längst viele Male besucht hatten. Und würde sie sich überhaupt dafür interessieren? Sie musste auch ihren Reisen unendlich größere Wunder gesehen haben. Es wurde immer schwieriger, sich etwas Neues und dazu auch noch Sinnvolles auszudenken.
Kiya wohnte nun in einem verfallenen Herrenhaus vor den Toren der Stadt. Kein Mensch kam mehr hierher, denn der undurchdringlich überwucherte Park verwehrte jeden Eintritt – leider auch für Phill. Aber hier im Keller war die Zeitmaschine sicher, und niemand sah das elektrische Licht, das durch die schweren Vorhänge aus den Fenstern drang. Sogar eine Heizung hatte sie hier, wie die Beleuchtung mit Zeit-Energie gespeist. Sie hatte es ihm so erklärt: Eine Zeitmaschine benutzte Strom, um sich durch die Zeit zu bewegen. Und wie ein Galvanischer Motor, der Elektrizität erzeugte, wenn er von außen gedreht wurde, erzeugte auch eine Zeitmaschine Energie, wenn sie von der Wirklichkeit durch die Zeit gezogen wurde.
Dann hatte Kiya die Zweige von Bäumen zu Nestern verflochten und irgendwie ihr Wachstum verstärkt, so dass sie nun mehrere Verstecke und Vorratslager hatte. So konnte sie nachts in die Stadt fliegen und sich dort umkleiden, oder bei schlechtem Wetter nur bis zur nächsten Bahnstation, wenn sie warm und trocken reisen wollte.
So wäre alles in bester Ordnung gewesen, hätten die Zeitbojen nicht unerklärliche Bilder zurückgebracht. Es gab zu viele Veränderung in eigentlich ganz nahen Zeitlinien, als dass man sie noch mit Zufall erklären konnte. Jedenfalls nicht mit dem gewöhnlichen, aber in der Baumzeit musste ja alles passieren, was möglich war. Dann hatte eine Boje, in Whitechapel stationiert, im Jahre 1819 eine besorgniserregende Aufnahme gemacht: Jemand hatte einen Zettel vor die Kamera gehalten, und darauf stand: ‚Bin gefangen in der Zeit! Hilfe! H. G. W.‘
Natürlich hatten sie sich natürlich sofort auf die Suche nach dem Autor von ‚Die Zeitmaschine‘ gemacht, aber es war schnell klar geworden, dass er mit den einfachen Mitteln der Recherche, innerhalb dieser Zeit nicht zu finden war. Er war tatsächlich verschwunden, und niemand wusste etwas über seinen Verbleib.
Schließlich schlug Phill vor, was er für unausweichlich hielt: „Wir müssen ihn doch suchen, oder? Ich meine, wenn irgendjemand auf diese Weise verschwindet, dann ist es – ist es –“ Er suchte verzweifelt nach einem vorsichtigen Wort für ‚ungeheuer dringend‘, das seine Begeisterung verbarg und doch etwas anderes als ‚nicht so wichtig‘ bedeutete. Auf die Schnelle fiel ihm nichts Besseres ein als „merkwürdig“.
Kiyas verstand ihn trotzdem. Ihr Gesicht, Augen und Mundwinkel, blieben für einen bemerkenswert langen Moment in nachdenklicher, widersprüchlicher Bewegung, ehe sie mit ungewohnter Vehemenz feststellte: „Nein! Zu gefährlich! Gerade jetzt!“
Er hatte das Gefühl, noch nie so nahe am Aufbruch in die Zeit gewesen zu sein, wie in diesem Augenblick. Wenn er sie nun überzeugen wollte, durfte er nichts falsch machen. „Sicher, das stimmt wohl“, antwortete er betont nachdenklich. „Aber hier, jetzt, gibt nur noch einen, der uns helfen könnte: Sherlock Holmes“
Ihr Blick wechselte in erstaunlicher Zeit von überrascht über skeptisch zu begeistert. Für weniger als eine Sekunde glaubte er sogar, ein begeistertes Grün in ihrem Gesicht wahrzunehmen. Wie machte sie das? Ihre Tarnung war in diesen Wochen immer besser geworden, aber gewöhnliche Schminke konnte das nicht mehr sein. Er hatte so wenig über sie verstanden …
Kiyas nächste Reaktion aber unterbrach alle diese Überlegungen. In halsbrecherischer Geschwindigkeit, fast als ob sie fliegen würde, sprang sie zwischen den erschrockenen Passanten hindurch, über eine Bank hinweg und mitten durch ein Blumenbeet, um mit wildem Winken eine Kutsche zu stoppen. Er liebte sie für diese Momente: Sie war eine Fee, eine Zeitreisende, ein ‚selbstentworfenes‘ Wesen. Alles, nur nicht normal, sein Anker in einer Wirklichkeit, die über diese Welt hinausreichte.
„Wo bleibst du?“ rief sie, und er versuchte, ihr schnell, aber auf weniger gewagte Weise zu folgen.
„Baker Street 221b“ wies sie den Fahrer an, mühelos in den ruhigen, aber bestimmten Tonfall einer Lady wechselnd.
Mrs Turner, die berühmte Haushälterin, blickte sie über den Rand ihrer Brille an. Es lag Abweisung in ihren Augen, aber auch eine verräterische Unsicherheit. „Er ist nicht da“, beschied sie ihnen barsch, bevor Phill auch nur nach dem berühmten Detektiv fragen konnte. „Sie müssen ein andermal wiederkommen.“ Aber während er noch nach einer Antwort suchte, die bestimmter als ein simples ‚wann?‘ klang, wanderten ihre Augen von ihm weg, schauten neben ihn, und es entspann sich ein kurzer, aber bedeutungsschwerer Dialog der Blicke. Kiyas Art, nicht ausgesprochene Worte zu verstehen und Fragen zu stellen, ohne etwas zu sagen, hatte ihn schon in Brasilien fasziniert. Hier, in dieser Umgebung, erstaunte sie ihn umso mehr. Nur ganz kurz kniff Mrs Turner die Augen zusammen, runzelte die Stirn, dann drehte sie sich um und rief in fast befehlendem Ton die Treppe hinauf: „Doktor, kommen sie herunter! Es ist wichtig!“
Ein verärgertes Brummen war die erste Antwort, und sie sagte ihm, dass die Tür dort oben längst offen gewesen sein musste. Als Nächstes folgte das Rascheln von Stoff, das zu betonte Klacken einer Türklinke, und endlich vom dicken Teppich gedämpfte Schritte auf der Treppe. Kiya lächelte zu ihm hinauf, zufrieden, dass auch er diese Hinweise bemerkt hatte.
„Was gibt es, Mrs Turner, was gibt es?“ Seine Stimme klang zu sorglos, um unbesorgt zu sein. „Mr Holmes ist beschäftigt, das wissen sie doch. Wir haben keine Zeit für noch mehr Fälle.“
„Nicht einmal für einen bedeutenden, verschwundenen Schriftsteller?“ fragte Kiya und gab sich Mühe, enttäuscht zu schauen. „Er ist –“
Noch nie war sich Phill so sicher, die richtige Fährte erraten zu haben! „Nicht einmal“, unterbrach er seine Begleiterin, „für einen verschwundenen Detektiv?“
Watson wurde kreidebleich, und Kiya nickte ihrem Freund anerkennend zu.
„Woher – wie –“ wollte er fragen, und sein Blick sprang zwischen den beiden Hin und Her. „Kommen sie herein, das sollten wir nicht an der Tür besprechen. Mrs Turner, bitte machen sie uns Tee! Und sie beide, folgen sie mir!“
„Ich weiß nicht, woher sie das wissen können“, fragte der Doktor mit finsterer Miene, nachdem er sich vergewissert hatte, dass alle Fenster des Raumes gut verschlossen waren. „Sie könnten es gar nicht, wenn sie nichts damit zu tun hätten. Und wenn nicht, warum –“ Er erkannte das Problem seiner Gedankenkette und brach verwirrt ab.
Das gab Kiya und Phill Zeit, sich im Arbeitszimmer des Detektivs umzusehen. Es glich einem Suchbild, zu verwirrend für jeden, dessen Blick für verborgene Ordnung und bedeutsame Details weniger geschärft war als der eines Zeichners. Aufgeschlagene Bücher fielen ihm auf, überall verteilt, und die meisten scheinen von Geschichte zu handeln – also: von Zeit! Da lag eine Violine, eine achtlos liegengelassene Pfeife neben einem offenen Tabaksbeutel – er musste demnach hastig aufgebrochen sein –, und der erkaltete Tee in der Tasse hatte einen schmalen, braunen Rand auf dem Porzellan hinterlassen. Höchstens ein Tag Verdunstung im gut beheizten Raum, schätzte er. Doch der bedeutendste Hinweis waren eine Lupe auf dem Tisch und feine Schraubenzieher, wie Uhrmacher sie verwendeten. Aber keine Teile, nichts das zeigte, woran er gearbeitet hatte. Doch erst ein Blinzeln von Kiya gab ihm den entscheidenden Hinweis: im Spiegel entdeckte ein weiteres Buch, das hinter ihm im Regal lehnte. In goldener Prägung prangte auf dem dunklen Leder ein riesiger Greif. ‚Die Zeitmaschine‘! Sie waren auf der richtigen Fährte!
„War Mr Wells ihr Klient, oder war er ihr Problem?“ fragte Kiya, ohne noch Wert auf diplomatische Unbestimmtheit zu legen.
„Nein“, antwortete Watson, „nichts davon, gar nichts, nur ein Zeuge in einer gänzlich anderen Sache.“ Ein Zucken in seinem Gesicht strafte die Sorglosigkeit seiner Worte Lügen. Er bemerkte es, hob die Schultern und gab mit einem Seufzen auf. „Ein Zeuge, sozusagen, ja. Wir hatten einen Fall, in dem Geschichtsbücher gefälscht worden waren. Der Verleger hatte uns beauftragt. Es schien eigentlich ganz uninteressant, bis Mr Wells auftauchte und unserer lieben Mrs Turner eine merkwürdige Uhr überreichte. Sie hatte mehr Zifferblätter als gewöhnlich, und, na ja, ihr Klang war ein wenig seltsam. Holmes wollte ihm Fragen dazu stellen, aber Mr Wells war nicht mehr aufzufinden. Und gester abend, da wollte mein lieber Freund die Uhr selber untersuchen. Er – das mag nun, seltsam klingen, er begann also –“
„Und ist mitsamt der Uhr verschwunden“, kürzte Kiya seine Rede gnadenlos ab.
„So kann man es wohl –“ Er stutzte, sein Blick sprang zwischen ihm und Kiya hin und her. „Woher wissen sie das?“
Seit er in zurück in London war, hatten seine Tagträume eine neue, seltsame Note bekommen. Wenn diese Geschichten möglich waren, und daran zweifelte er im Großen und Ganzen nicht – auch wenn er von der Mechanik eines Zeitmaschinen-Uhrwerks nichts verstand und Chronidium nicht mehr als ein hübsches Wort war – dann konnten sie in anderen Zweigen der Welt wirklich geschehen sein. Mussten sie es nicht sogar?
Vielleicht, so hatte er überlegt, waren Träume und Tagträume Verbindungen zwischen den Welten, so wie das Déjà-vu – so behaupteten manche – zwischen den Zeiten. Spiegel einer anderen Wirklichkeit, vielleicht unscharf und verzerrt, aber doch real. ‚Träumte‘ er sie dann, oder spürte er sie? Zugleich waren sie auch Zeitreisen, denn er konnte sich mühelos in andere Epochen träumen, oder einfach nur tagsüber in die Nacht.
Das konnte manche Seltsamkeiten erklären, spontane Eingebungen ebenso wie die sprunghafte Absurdität der nächtlichen Träume. Ihr größtes Rätsel war für ihn immer gewesen, warum sie für den Schlafenden so real wirkten, egal, wie bizarr sie bei Licht betrachtet erschienen. Vielleicht erschienen sie gerade deshalb so wirklich, weil sie es waren. Die irrlichternde Sprunghaftigkeit entstand nur, weil der schlafende Geist zwischen den Zweigen hin und her sprang, ohne irgendwo Halt zu finden.
Er hatte diese Theorie schon so oft durchdacht und und ebenso oft verworfen, denn sie hatte ein großes Problem: Er konnte nicht nur mögliche Dinge träumen, sondern auch völlig unmögliche, die auch in keinem noch so seltsamen Zweig der Welt geschehen durften. Trotzdem fühlten sie sich kein bisschen anders an als jene, die wirklich sein konnten. Warum sollten also diese ein Tor zu anderen Realitäten sein, jene aber nicht? Doch allen Einwänden zum Trotz kam er immer wieder auf diesen Gedanken zurück, denn er spendete Trost. Irgendwo im großen Baum war sie gekommen, und sie erlebten gemeinsam wunderbare Dinge. Seine einsame Wirklichkeit war nur ein unverzichtbarer Fehler im Geflecht der Wege, der anderen Phills und Kiyas ihr Glück ermöglichte. Über die gemeinsame Wurzel war er mit ihnen verbunden, und über seine Tagträume konnte er daran teilhaben.
Ein hochgewachsener, hagerer Mann stellte sich ihnen in den Weg. Er trug einen altmodischen, schwarzen Umhang, und ein selbst für diese Zeit außergewöhnlich hoher Zylinder unterstrich seine Statur. Phills Hand wollte zum Stock mit dem Degen gleiten, doch die schweren Taschen hinderten ihn daran. Nein, er hatte ihn sogar zuhause gelassen, um sie tragen zu können!
Doch ehe er sich schützend zwischen Kiya und den Fremden stellen konnte, hob dieser seinen Hut und deutete eine Verbeugung an.
„Gestatten, Nebogipfel“, sagte er mit dunkler, leiser Stimme und blickte sich um, als ob er etwas Bedrohliches erwartete. „Doktor Moses Nebogipfel. Ich glaube, wir sollten miteinander reden.“
Der Erste aller Zeitreisenden! Nun wurde der Fall WIRKLICH seltsam!
Diese Wendung hatte sogar Phill überrascht, auch wenn er nicht wusste, wie das überhaupt möglich war. Wie konnte es nun weitergehen? Die Realität der Stadt holte ihn wieder ein, und jemand schimpfte, weil er so abrupt stehengeblieben war. Er wollte sich entschuldigen, doch der Mann war längst an ihm vorbei geeilt, sein dunkler Mantel und der Zylinder verschwanden zwischen den anderen Passanten.
Lärm und Kälte füllten Phills Welt, und Gerüche, die von der Winterluft zumindest etwas gedämpft wurden. Er musste etwas Essen, nachhause eilen und schlafen gehen, so wie immer, damit er früh genug wieder arbeiten konnte. Wie immer, wie jeden Tag. Was blieb ihm also, außer solchen Phantastereien? Wahrscheinlich war auch Kiya nie real gewesen, nur ein Trugbild aus Hitze und Verlassenheit. Oder sein Gedächtnis spielte ihm einen Streich, versuchte, ihn auf diese seltsame Weise zu retten. Auf jeden Fall war es wunderbar, in dieser nassen, dunklen Stadt von ihr träumen zu können.
Er hielt inne und schloss seine Hand um ihre. Er fühlte sie nicht, aber auf seltsame Weise war sie ‚da‘.